Gewusst wie...


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Bartiris brauchen ein warmes und sonniges Plätzchen. Vor allem die Knollen tragenden Arten sind ausgesprochene Sonnenanbeter, und schlimmer als Hitze und Trockenheit ist für sie eine feuchte Nässe. Direkt an die Blüte schließt sich für die Bartiris eine Ruhephase an. In dieser Zeit ist es kein Problem die Pflanzen ohne festen Wurzelballen zu verschicken. Die Wurzeln werden etwa handbreit eingekürzt, und der Gärtner schneidet die flachen Blattstände meistens nach oben spitz zulaufend zurecht. So werden die Blätter nicht beschädigt, und im Herbst oder Frühjahr wachsen die frischen Blätter unbeschädigt aus der Mitte heraus. Zur Pflanzung bildet man einen kleinen Hügel, in den das Rhizom zu zwei Dritteln gesetzt wird. Bei sehr nassen Böden sollte man reichlich Sand untermischen, damit das Wasser gut abziehen kann. Setzt man einen größeren Tuff aus mehreren Schwertlilien, so werden die länglichen Rhizome immer mit dem Laub nach außen zeigend gepflanzt, da sich durch das nachfolgende Wachstum in den nächsten Jahren das Rhizom verzweigt und nach außen getrost weiter wachsen kann. Wenn ein älterer Horst nicht mehr gut blüht oder aber die Knollen auseinander gedriftet sind, so sollte man ebenfalls im August alles aufnehmen und neu setzen. Dabei werden ältere Knollenstücke abgeschnitten und Verzweigungen geteilt. Bartiris sind winterhart. Selbst minus 15 Grad Celsius überstehen sie ohne Schaden. Neupflanzungen kann man im Winter leicht mit Reisig überdecken. Freiliegende Rhizome sollte man schwach mit Sand bedecken, um zu vermeiden, dass bei Wechsel von Nachtfrost und warmen Tagen Haarrisse entstehen, die zu Fäulnis führen können. Keine organischen Stoffe wie Stroh, Mist, Torf, Mulch, frischen Kompost oder ähnlichen zum Abdecken zu verwenden weil diese Stoffe Fäulnis bewirken können.


Einige hilfreiche Tipps:

· gute Phosphorsäure- und Kaliversorgung (Vorratsdüngung vor der Pflanzung)
· mäßige Stickstoffgaben (im zeitigen Frühjahr und nach der Blüte stickstoffschwache Volldünger anwenden)
· als Humusdünger ausgereiften Kompost im Herbst oder vor der Pflanzung geben
· keine Zwischenpflanzungen von Sommerblumen und Stauden
· geeignete Partner sind Yucca, Eremurus und Staudenmohn in angemessenen Abstand
· Freihalter von beschattenden Unkräutern und Nachbarpflanzen
· regelmässiges Entfernen verwelkter Blätter und Abschneiden brauner Blattspitzen
· abgeblühte Stengel tief von Rhizom abbrechen (abgeschnittene Stengelreste bringen Rhizomfäule)
· Irisabfälle wegen Krankheitsübertragung nicht kompostieren
· beim Umpflanzen neuen Standort wählen
· Faulstellen am Rhizom ausschneiden, abtrocknen lassen und mit Holzkohlepulver desinfizieren
· flache Pflanzung mit etwa 40 cm Abstand, teilen der Horste und Umpflanzen nach etwa 4 Jahren
· Bartiris sind Flachwurzler, deshalb nur sehr flach hacken